Ensemble Altera pars

Im internationalen Ensemble Altera pars (zu Deutsch: Andere Seite) treffen hochqualifizierte Spezialisten für die Musik des 18. Jahrhunderts aus Deutschland, Österreich, Polen, USA, Niederlanden, Russland und Ungarn zusammen, die sich vertieft mit der historisch informierte Aufführungspraxis beschäftigen. Die Musiker des Ensembles sind führende Solisten europäischer Orchester auf historischen Instrumenten, etwa das Concerto Köln, {oh!} Orkiestra Historyczna, Orchester Wiener Akademie, Hofkapelle München.
Ein Hauptinteresse des Ensembles liegt in der Aufführung selten gespielter Werke sowie der Wiederentdeckung verschollener Kompositionen. Entsprechend findet viel Vorarbeit in Archivsuche und Manuskriptstudium statt.

Zu den Erfolgen des Ensembles gehören 3 CD (2021, 2023, 2026) mit Ersteinspielungen und Positiver Kritik in internationaler Fachpresse und Sendungen u.a. auf: SWR, rbb, WDR, HR, Deutschlandfunk, Stephansdom.at und ORF.at; eine vielgelobte Konzertreihe im Oldenburger Schloss, zahlreiche Konzerte u.a. bei renommierten Festivals in Estland (Tallinn early music Festival), Österreich, den Niederlanden (Gergiev-Festival Rotterdam) und in Deutschland (Telemann Festspiele Magdeburg und ZAMUS Köln, WDR3- Funkhauskonzerte, Tage Alte Musik Regensburg).
Die Ensemble-Besetzung variiert von drei bis vierundzwanzig Musikern.

Listening back to our concert interview in DLF. Avaiable until 16.06.2026

NEUE CD: Ernst Wanczura / Evstignej Fomin

Ernst Wanczura – Symphonie Ukrainienne und Symphonie Russe
Evstignej Fomin – Orchestral Pieces from „Boeslavich“
Die Geschichte lehrt uns, dass wir uns davor hüten sollten, irgendwelchen Persönlichkeiten – und seien sie auch noch so bedeutend – solch absolute Epitheta anzuheften wie »Erfinder des …« oder »Vater bzw. Mutter der …«, wobei die Aussparungen mit allen erdenklichen Phänomen vom Streichquartett bis zum Film auszufüllen sind. Denn immer wieder geschieht es, dass tiefere Grabungen Revisionen nötig machen – wie in diesem Falle, wo unversehens zwei neue Väter der russischen Musik den jüngeren Mikhail Glinka und das Mächtige Häuflein auf die hinteren Plätze verweisen. Da war der zehn Jahre vor Mozart geborene Böhme Ernst Wanczura (spricht: Wantschura), den es nach St. Petersburg verschlug, womöglich der erste Komponist, der in seinen entzückenden Symphonien op. 1 und op. 2 Volkslieder verwendete. Sein fünfzehn Jahre jüngerer Kollege Fomin mit dem schönen Vor- und Vatersnamen Jewstignj Ipatowitsch, auf Staatskosten Schüler des berühmten Bolognesers Padre Martini, war insonderheit auf der Bühne erfolgreich: Seine Melodramen und Opern sind regelrechte Parabolspiegel, in denen sich italienische, russische und westliche Stilmerkmal zu einem charakteristischen Ausdruck sammeln, der zweifellos ein wichtiges Element hätte werden können, wenn Fomin ein längeres Leben vergönnt gewesen wäre.

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NEUE CD:
A Lifelong Journey

Während der Arbeit an der ersten CD „Les Barbares Galantes – Meisterwerke deutscher Komponisten in Moskau 1770-1800″ sind die Musiker*innen des Ensembles auf weitere völlig unbekannte und spannende Werke des deutschen Komponisten Sebastian George gestoßen. Es gab bestimmt Ursachen, warum Sebastian George zusammen mit seiner Musik vollkommen aus der Musikgeschichte verschwunden ist, aber sicher nicht aus dem Grund, dass seine Musik nicht frisch, lebendig, originell und qualitativ gut geschrieben war.

Sebastian George (ca.1745 – 1796) stammte aus Mainz und war ein sehr abenteuerlustiger und aktiver Mensch. Er arbeitete als Komponist, Klavierlehrer und Dirigent und kam ca. 1767 nach Moskau.

Auf dieser CD erklingen sechs seiner kammermusikalischen Werke in sechs unterschiedlichen Besetzungen von Duett bis Quintett.

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